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Dunkle Schönheit
Grenadill ist eines der schönsten
Harthölzer. Das dunkle Holz aus Afrika wird überwiegend für
Musikinstrumente verwendet. Wir haben alles Wissenswerte über dieses
edle Material zusammengestellt.
GRENADILL? Das ist doch das schwarze
Holz aus dem die Klarinetten sind. Richtig und nicht nur die: Auch
Englisch Hörner, Oboen, Dudelsackpfeifen, sogenannte Uilleann pipes,
Kastagnetten, (Piccolo-) Flöten sowie exklusive, kunstgewerbliche
Holzartikel oder Intarsien werden aus dem edlen Material gemacht.
Die Geschichte des Grenadill-Holzes in
Europa ist bereits 500 Jahre alt: Anfang des 16. Jahrhunderts sollen
portugiesische Seefahrer zum ersten Mal Grenadill von Mozambik als
Ersatz für das teure und begehrte Ebenholz in ihr Land gebracht
haben.
Botanisch gesehen gehört Dalbergia
melanoxylon, so der lateinische Name, zur Familie der
Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) und ist somit eine Art
Palisander - auch wenn das unwahrscheinlich scheint: Das hohe
spezifische Gewicht von 1.400 Kilogramm pro Kubikmeter und die
dunkle, fast schwarz-violette Farbe von Grenadill weichen doch stark
von anderen Palisanderarten ab. Außerdem zählt Grenadill botanisch
nicht zu den Tropenhölzern, sondern ist ein Baum der Savanne.
Der
außerordentlich feinen Struktur und großen Härte sowie dem
attraktiven Aussehen ist es unter anderem zu verdanken, dass
Grenadill eine solche Karriere nicht nur als Holz im
Musikinstrumentenbau gemacht hat. Obwohl es nicht leicht zu
trocknen ist und die Bearbeitung durch die physikalischen
Eigenschaften erschwert wird, spricht Einiges für Grenadill z. B.
die Verwendbarkeit des hellen Splints in Farbnuancen von gelblich
bis bräunlich, die einen ansprechenden Kontrast bilden bei
geschnitzten oder gedrechselten Gegenständen.
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